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ARCANGELO DI PALMA
ALS
KIND WOLLTE ER FLIEGEN
DIE
GESCHICHTE MEINES BRUDERS GIOVANNI
Vorwort
von Vera Ambra

IN GIOVANNIS BRUST SCHLUG EIN
TÄNZERHERZ
Vorwort von Vera Ambra
Über Tanz zu sprechen ist
für mich wie atmen.
Dieses Mal war es nicht der
Tänzer Giovanni Di Palma, der mich ansprach, heute Erster Solotänzer an
der Leipziger Oper, sondern sein Bruder Arcangelo. Es hat mich tief
bewegt zu erfahren, wie er seinen Bruder erlebt und unterstützt hat, der
dank Mutter Natur dazu bestimmt ist, seinen Traum zu erreichen … zu
tanzen.
Arcangelo hat mich mit
einer Fülle an e-mails versorgt, um mir zu zeigen, wie sehr ihm das
Glück seines Bruders am Herzen liegt, so dass wir uns bei der
Zusammenstellung derselben gemeinsam eingefunden – und schließlich die
Fahnen für dieses Buch korrigiert haben!
Ich möchte der Geschichte
jetzt nicht vorgreifen, aber ich möchte Sie in dieses Universum
entführen, das sich “Tanz” nennt; nur so kann ich versuchen zu erklären,
was in einem Menschen vorgeht, wenn er sich mit jemandem
auseinandersetzt, der sich um jeden Preis zum Tanzen entschließt; auf
der anderen Seite wird Arcangelo Ihnen darstellen, wie die Begeisterung
eines fünfjährigen Kindes in späterer Folge nicht für nur seine Familie,
sondern für sein ganzes Heimatdorf Bedeutung erlangte.
Alle können tanzen... aber
Tanz ist nicht für jedermann bestimmt. Die wenigen Glücklichen, die von
der Natur mit Begabung beschenkt wurden, haben keinen einfachen Weg vor
sich, um ihrem Talent Ausdruck zu verleihen.
Alle Wege, die zum Kern der
Kunst führen, sind schwierig, aber niemals so schwierig wie beim Tanz.
Sich durch Gesten auszudrücken ist sicherlich eine universelle Sprache,
aber was verbirgt sich hinter dieser scheinbar so ätherischen und
faszinierenden Welt?
Tanz ist eine Kreatur mit
vielen Träumen. Seine Seele hat kein Zuhause, sie wohnt vielmehr in den
Herzen jener, die zu Gott gelangen möchten. Tanz ist aber auch ein
minuziöser Vorbereitungsprozess, der sich Tag für Tag wiederholt.
Alles, was auf der Bühne
elegant und einfach erscheint, ist das Ergebnis täglicher harter Arbeit.
Allein beim Betrachten
eines tanzenden Körpers kann man spüren, dass seine Beherrschung einem
Spiel zu ähneln scheint, das von Impulsen gelenkt wird, aber am Ende ist
es der Tänzer selbst, der die Fähigkeit, die Unabhängigkeit der
Bewegungen in ihrer ganzen Komplexität zu beherrschen, natürlich wirken
lässt.
Beim Tanz und vor allem
beim klassischen Ballett entsprechen nicht alle Posen natürlichen
Bewegungen – ganz im Gegenteil. So liegt die Tüchtigkeit des Tänzers vor
allem darin, seine Körpersprache unter Kontrolle zu bringen und
natürlich wirken zu lassen.
Tanz ist eine
Kommunikationsform, die Barrieren niederreißt und intensiver wirkt als
jedes gesprochene Wort. Ein subtiler, verzaubernder Genuss, der den
Körper wie ein Hauch umfängt.
Die Realität ist leider
auch das Ergebnis eines steinigen Weges. Tanz ist kein “Beruf”, er ist
das Leben derer, die sich auf seine unerforschten Wege begeben und davon
gefesselt bleiben.
Wer sich von dieser Welt
angezogen fühlt, lässt in seinem Inneren jeden Tag die Leidenschaft aufs
Neue reifen und bleibt davon für das ganze Leben gezeichnet.
Was ist Tanz … wenn nicht
der Ausdruck des Irrationalen und Transzendenten? Er ist die Magie der
Bewegung, eine Sprache voll von Fragen und Geheimnissen.
Er ist etwas
Geheimnisvolles, das alle umfängt, die in ihrem Inneren das starke
Bedürfnis verspüren, sich vom Gewicht, das sie an den Boden fesselt, zu
befreien.
Wenn Tanz also einerseits
Technik und Disziplin ist, ist er andererseits ganz einfach jene
Emotion, welche die menschlichen Erfahrungen über die Kunst auf
lebendige Weise zum Ausdruck bringt.
Wer Tanz ernsthaft
betreibt, weiß, dass es keinen Tag gibt, an dem man seinen Körper
vernachlässigen darf. Tanz erfordert den totalen Einsatz von Körper und
Geist.
Manche halten Tanz
vielleicht für eine Flucht vor der Wirklichkeit. Dies mag zutreffen,
aber Tanz ist auch eine Kunst, die den Tänzer in direkten Kontakt mit
der ihn umgebenden Realität bringt und bewirkt, dass jede seiner
Erfahrungen sich in jener kaum wahrnehmbaren Kreatur ausdrückt, die in
seinem Körper wohnt.
Was erwartet man also von
einem Tänzer?
Sicherlich stellte Giovanni
sich einst diese Frage wie alle, die auf der Suche nach dem Einklang
zwischen Körper und Geist sind.
Es besteht kein Zweifel
daran, dass ein Tänzer jenen unvermeidlichen Genuss empfindet, sich Auge
in Auge mit einer anderen Realität zu befinden und sich dieser durch
Lernen anzunähern.
Tanz ist aber auch ein
zweischneidiges Schwert, denn technisch gesehen bringt er viele Opfer
und natürlich konstante, tägliche Arbeit mit sich, die allerdings nicht
immer entsprechend belohnt wird.
Das Leben eines Tänzers
beginnt zunächst im Kopf und entspringt dieser unbekannten Kraft, welche
seine Gefühle durchforscht und ihn dann harten Prüfungen aussetzt.
All dies geht über die
Normalität hinaus und ist auch schwierig zu erklären. Wer konnte je in
einfachen Worten erklären, was ein Künstler ist?
Es gibt, einfach
ausgedrückt, Menschen, die Kunst aus Leidenschaft ausüben, manche als
Beruf und manche wiederum aus Leidenschaft und als Beruf, aber es gibt
nur sehr wenige, die diese Stufe überschreiten.
Ist Kunst also etwas
Beunruhigendes?
Beunruhigend ist sie vor
allem für viele Eltern, die vor der Möglichkeit stehen, ihren Sohn oder
ihre Tochter eine glückliche oder eine ungewisse Zukunft wählen zu
lassen.
Eine glückliche Zukunft mit
fixem Gehalt am Monatsende oder eine Zukunft mit harter Arbeit und wenig
Sicherheit – wo liegt die Wahrheit?
Es gibt viele Fälle von
fehlendem Talent, von zerbrochenen Leben, von niemals erreichten Idealen
und Träumen, aber zum Glück gibt es Menschen, die fest an sich glauben
und stets weitergehen. Aus diesem Grund darf man die Entscheidungen
eines Künstlers niemals beurteilen. Ein Künstler weiß, dass es nicht die
eigene “Kunst” ist, der zu folgen er sich entscheidet.
Kunst ist etwas, das man
genetisch im Herzen, im Körper und in der Seele trägt.
Vera
Ambra
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ARCANGELO DI PALMA
DA BAMBINO SOGNAVA DI VOLARE
In questo libro, con l'ingenuità più candida, Arcangelo Di Palma, profondamente turbato
da una toccante lettera del padre di una ragazza costretta a
lasciare la famiglia per amore della danza e che si trova pubblicato sul portale di Akkuaria,
inizia una serrata e fitta corrispondenza con le stessa Vera Ambra,
narrando di volta in volta i momenti e il modo in cui lui (di appena otto anni) e tutta la famiglia si sono ritrovati a fare i conti con il fratellino Giovanni che all'età
di 5 anni chiede di frequentare una scuola di danza.
In un primo momento la richiesta venne accolta senza grossi problemi, tuttavia, man mano che Giovanni cresceva, nel suo animo si affermava sempre più la
voglia di proseguire questa strada e finita la scuola dell'obbligo si ritrova a fare un serrato braccio di ferro con il padre, schierato in prima linea. In Giovanni il desiderio di realizzare il suo sogno è più forte di qualsiasi cosa ma la realtà, giustamente logica, con cui il padre tende di convincerlo
prospettando tutte le strade per un futuro sicuro non lo fanno desistere, anzi rafforzano la sua decisione. Scoraggiato e ferito si sente d'essere solo contro tutti, ma non è così.
Alle spalle
c'è Arcangelo che, per natura apprensivo e protettivo, nutre per il fratello un fortissimo affetto e nel difendere quel sogno, come se fosse il
suo, il suo obiettivo si centralizza nell'aiutare il fratello a raggiungere quel sogno che
tuttavia anch'egli alla fine finisce per farlo diventare anche
proprio.
Questa
volta, come in un film, è il finale è lieto. Giovanni ha tutti dalla sua parte. L'intero paese nativo: una
comunità di tremila anime, forma l'unica forza davanti alla quale il padre abbassa le braccia in segno di resa e consente al figliodi seguire la sua strada.
Nonostante egli disapprova la scelta del figlio, nei momenti in cui serve la sua presenza è lì, e senza badare a stanchezza, non si risparmia. Per quattro mesi, due volte a settimana, lui e Arcangelo, portano Giovanni a Roma. È qui che si prepara per affrontare gli esami di ammissioni all'Accademia.
L'intera famiglia si prodiga per non far mancare il sostegno e l'affetto di un ragazzino che lascia la casa.
Un esempio fulgido e affettuoso che però non aiuta il cammino di un ragazzino di tredici anni costretto a duri sacrifici e di una famiglia che deve stringere la cinghia per mantenerlo fuori casa.
Giovanni è stato uno dei tanti pochi fortunati che ha avuto, dalla sua, la forza e la volontà di proseguire a tutti i costi una strada irta di ostacoli... abbiamo mai pensato a quanti si sono persi
perché non hanno avuto la forza di continuare?
Oggi Giovanni è uno dei pochi fortunati che ama a cuor pieno la danza e tutto questo grazia ad altre Città che ha allargando le proprie braccia l'ha accolto come un figlio prezioso.
Una storia a lieto fine quella di Arcangelo, ma è anche una storia che mi ha aperto nel cervello mille interrogativi: cosa sarebbe successo se fosse rimasto in Italia?
Certo è che in questi dieci anni che vivo e respiro la danza tutti i giorni d'interrogativi me ne sono posti parecchio.
Una cosa sola adesso mi consola: se la fuga dei "talenti" italiani arricchisce gli altri Stati almeno mettiamoli in condizioni di farlo fare agli altri, visto che qui in Italia non siamo in grado di farlo. Meglio affidarli a mani certe che farli soccombere e sopperire nel disagio e nella frustrazione.
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